Die schönste Stadt der Welt: London

London ist wohl die schönste Stadt Europas. Für mich persönlich sogar die schönste Stadt der Welt. Für alle, die bisher noch nicht die Gelegenheit hatten, diese wunderschöne Metropole kennenzulernen, möchte ich die Stadt mal ein wenig vorstellen, und euch Orte zeigen, die nicht ganz so überfüllt mit Touristen sind.

Fangen wir doch einfach mal mit der bekanntesten Sehenswürdigkeit an, dem Big Ben.

SL270047-400

Direkt an der Westminster Bridge gelegen, ragt das wunderschöne Bauwerk, das irgendwann im 19. Jahrhundert (also ziemlich spät eigentlich!) eröffnet wurde. Wie viele von euch wohl wissen, ist Big Ben natürlich nicht der Name des Bauwerks an sich, sondern der der Glocke selbst. Wie sich diese anhört, kann man sich hier anhören: http://www.youtube.com/watch?v=E9wWBjnaEck
Klingt herrlich, nicht wahr?

Weiter geht es mit dem zweitbekanntesten Symbol Londons, der Tower Bridge.

SL270084-400

Da die Brücke fast direkt zum Tower of London führt, lag es wohl nahe, ihr dementsprechenden Namen zu geben. Die Tower Bridge hat ihre eigene U-Bahn Station, nämlich Tower Hill, erreichbar mit der Circle und District line. Die farblichen Markierunge haben durchaus einen Sinn, denn im Notfall ist es immer leichter, sich Farben zu merken, als Namen.

Doch nun mal weg von den Touristenmagneten, denn die findet man schließlich ja auch in jedem Reiseführer und sind in London ebenso zahlreich ausgeschildert. Viel interessanter ist das London, das viele Touristen nicht zu Gesicht bekommen, obwohl es doch so viel zu bieten hat!

Nach den olympischen Spielen, ist in London doch noch einiges übrig geblieben, allerdings wird anscheinend nicht gerne dafür geworben. Warum auch – London hat genug sights und braucht eigentlich keine ‘neuen Attraktionen’. Nichts destotrotz ist es empfehlenswert mal einen Blick auf den äußersten Rand der ersten Zone zu werfen, denn da bekommen wir einen wahren Schatz zu Gesicht.

Die Emirates Air Line ist eine Seilbahn im östlichen Teil von Zone 1.

SL270271-400

Viel Arbeit und Geld wurde in die Seilbahn gesteckt und doch scheint es, dass man in London wohl doch nicht ganz so stolz darauf ist. Kein Wunder, denn eigentlich gehört sie London ja eigentlich auch nicht. Es handelt sich dabei eigentlich um eine gewaltige Werbung für die Fluggesellschaft Emirates und ich nehme mal an, dass diese im Besitz ziemlich reicher Ölscheichs ist. Auch wenn man die Seilbahn selbst nicht mag, so ist ein Ausflug zur Greenwich Peninsula trotzdem interessant, da sich dort ebenfalls die bekannte O2-Arena befindet. Ebenfalls kann man (leider auf dem Bild nicht so ersichtlich) einen recht schönen Blick auf die östlichen Docks werfen und bekommt einen bodenständigeren, arbeitsintensiveren Eindruck von der glanzvollen Metropole.

Weiter geht es mit dem Gherkin.

SL270109-400

Eigentlicher Name des Gebäudes ist mittlerweile 30 St Mary Axe, damals noch bekannt unter Swiss Re Building. Das Gebäude hat sich mittlerweile als sight etabliert, aber noch reicht es vielen Menschen, das Gebäude aus der Ferne zu betrachten. Dabei lohnt es sich, einfach mal hinzufahren und an dem riesigen Glasgebäude empor zu schauen. Es ist beeindruckend. Die Gegend selbst ist geprägt von Bankern und Geschäftsmenschen – eben auch ein fester Bestandteil Londons.

Ein weiteres, neues sight der Metropole ist The Shard.

SL270252-400

Auch hier gilt: Nicht nur as der Ferne betrachten! Auch mal hinfahren. Es lohnt sich. The Shard wurde erst 2012 fertiggestellt und ist mit seiner Scherbenspitze ein echter Hingucker. Auch hier lernt man London weitab des Toursmus’ kennen. Man bekommt einen Eindruck, wie der Alltag im Zentrum der Hauptstadt abläuft. Die Schnelllebigkeit ist auch hier präsent, allerdings doch um einiges normaler und komischerweise ruhiger. Es ist eben ohne den Touristenandrang weitaus entspannter.

The Shard und der Gherkin sind beide gut erreichbar. Mit der U-Bahn ist man relativ schnell dort und hat nicht mehr ganz so viel Fußmarsch vor sich. Die Größe der Gebäude macht es zudem fast unmöglich, dass man sich verläuft – denn man hat das Ziel immerhin immer vor Augen!

Und zum guten Schluss noch ein absoluter Geheimtipp! Das SIS-Gebäude, besser bekannt als MI6-Gebäude.

SL270091-400

Fans von James Bond dürfen sich die Gelegenheit eigentlich nicht entgehen lassen. Gut erreichbar (Vauxhall, via Victoria line), liegt das Gebäude direkt an einer Brücke, praktisch gegenüber der Westminsterbrücke. Wer das Gebäude einmal gesehen hat, kann es auch von der Westminster Bridge sichtbar erkennen. Tja, es wird nur eben keine Werbung damit gemacht. Während sich also alle auf der Westminster Bridge befinden, kann man hier gemütlich über die Vauxhall Bridge schlendern, ohne dabei von Fotografen und wildgewordenen Horden an Touristen gestört zu werden. Man hat, wie auf fast allen Brücken, ebenfalls einen wunderbaren Blick auf die Themse und auf der gegenüberliegenden Seite des SIS-Gebäudes befindet sich sogar noch ein weiteres, interessantes Wohngebäude, welches durch seine einmalige Architektur hervorsticht:

SL270097-400

Man sieht also, dass es neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie Buckingham Palace, Big Ben, Oxford & Picadilly Circus eben noch weitaus mehr in London zu sehen gibt. Es lohnt sich also, ein oder zwei Tage für einen advanced trip einzuplanen.
Auch jeder Beatles-Fan kommt auf seine Kosten: Abbey Road mit dem bekannten Zebrastreifen ist mit der U-Bahn leicht zu erreichen, liegt allerdings außerhalb von Zone 1.

Noch zu erwähnen sind die beeindruckenden Museen, die London (völlig kostenfrei) zu bieten hat. So lohnt es sich, z.B. das Natural History Museum oder das Science Museum zu besuchen!

In diesem Sinne: SL270284-400

Die Meerjungfrau, die sich in die Themse verirrte – Kapitel Zwei

Kapitel Zwei – Das Ufer

Coral suchte verzweifelt einen Ausweg. Das Wasser war mittlerweile so schwarz wie die Farbe ihrer Augen. Blind und verloren schwamm sie langsam empor – vielleicht würde die Oberfläche einen Hinweis darauf geben, wo sie gelandet war. Sie konnte über Wasser zwar nicht atmen, allerdings war sie doch recht gut im Luftanhalten. Für ein, zwei Minuten konnte sie es also wagen. Schneller als erwartet durchbrach sie die Grenze zu der anderen Welt. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass der Aufstieg von nur kurzer Dauer sein würde und erschrak sich, als sie den Nachthimmel mit den glühenden Sternen und dem runden, furchteinflößenden Mond sah. Die Meerwesen hatten große Angst vor dem Mond, denn in manchen Regionen in der Welt sorgte er für Unregelmäßigkeiten, die so manch Kreatur schon das Leben gekostet hatte. Ängstlich sah sich Coral um und sah, bis auf eine Art Ufer ungefähr zehn Meter von ihr entfernt, nichts. Das Ufer musste sie sich allerdings einbilden. Es gab kein Ufer mitten im Pazifik, dessen war sie sich sicher! Ihr Herz begann zu rasen. Zum einen wurde die Luft langsam knapp, zum anderen realisierte sie erst jetzt, dass sie sich in einer durchaus gefährlichen Lage befand. Was, wenn sie in einer dieser gefährlichen Regionen gelandet war? Wie hatte das nur passieren können? Die junge Meerjungfrau tauchte wieder unter und versuchte sich ihrer Lage klar zu werden. Was war geschehen? Und war dieses Ufer real? Gab es hier Haie oder Piranhas? Sie konnte es nicht einschätzen, da der Salzgehalt zwar sehr gering, aber durchaus vorhanden war.
„Ganz ruhig bleiben, Coral“, versicherte sie sich selbst und entschied sich, Richtung Ufer zu schwimmen. Wenn es dieses Ufer wirklich gab, dann bestand Hoffnung, dass das Gewässer dort seichter und schwerer erreichbar für mögliche, große Feinde war. Sicherlich gab es dort Schilf oder ähnliches, wo sie sich verstecken und auf den Sonnenaufgang warten konnte. Und vielleicht war ja alles nur ein böser Traum und schon in wenigen Minuten würde sie in ihrem Zuhause, der guten alten Islander, aufwachen. Das alte Wrack war schon immer ihr Zuhause gewesen. Dort lebte sie zusammen mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester, Guppy.
Als sich Coral dem Ufer näherte, erkannte sie leichte Züge von langen algenartigen Pflanzen. Sie war sich nicht sicher, um was es sich genau handelte, aber soweit sie es beurteilen konnte, schien es für Schutz gut geeignet zu sein. Vorsichtig schwamm sie in das Durcheinander hinein; hoffentlich würde sie sich nicht mit ihrem Schwanz darin verfangen. Die Wasseroberfläche war nun viel näher und der Mond deutlich erkennbar. Corals Finger ertasteten den steinigen Grund. Bequem würde die Nacht nicht werden. Ihr langer, schuppiger Schwanz begann sich etwas einzurollen und um ihre Hüfte zu schlingen, sodass sie sich auf den Boden niederlassen konnte. Traurig schloss sie die Augen. Hoffentlich war das nur ein Alptraum.

Ende Kapitel Zwei